liebe Mitbürger,
die Gemeinde Schwülper hat im vergangenen Jahr mit dem Dorf Groß Schwülper am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen. Früher hieß das „Unser Dorf soll schöner werden“. Und wir haben den Wettbewerb auf Kreisebene gewonnen! Neben uns hatten sich noch zwei andere Gemeinden beworben. Nun bereiten wir uns auf die Teilnahme am Landeswettbewerb und hoffen, auch dort Anerkennung zu finden.
Die schönste Erfahrung war, dass sich sehr viele Menschen an der Arbeit beteiligt haben. Vereine, Verbände und Gruppen haben sich in wunderbarer Weise präsentiert. Ihnen allen gilt unser Dank und Ihnen steht auch die Anerkennung für den Erfolg zu. Erwähnen möchte ich namentlich die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die die Last der Arbeit getragen haben. Unter der strammen Führung von Talene Wiards-Reißmann und Jürgen Gartung waren dieses die Mitglieder: Waltraud Wannhoff, Christine Genter, Dieter Wanglin und Bernd Mönch. Herzlichen Dank!
Nun zum Aktuellen:
Die Landesstraße 321 soll saniert werden, dazu gehört auch die Ortsdurchfahrt in Groß Schwülper. Damit stehen uns Verkehrsbehinderungen über mehrere Wochen bevor. Doch ich halte das für unvermeidlich, denn der Zustand der Straße ist wirklich erbärmlich. Die Bauzeit ist deshalb so lang, weil die Regenwasserkanalisation in der Hauptstraße erneuert werden soll. Diese Arbeiten führt der Wasserverband durch. Ich kenne noch keinen Termin für den Baubeginn, es wird uns aber noch in diesem Jahr treffen.
Der Baubeginn für die Seniorenanlage hat sich erheblich verzögert. Ich habe mir aber bestätigen lassen, dass der Bau in den nächsten Wochen beginnen soll. Wir warten dringend darauf, denn wir brauchen die Plätze für eine weitere Krippengruppe. Weil wir für den August weitere Anmeldungen haben, müssen wir ein Ausweichquartier suchen, bis die Seniorenanlage im Mai nächsten Jahres fertig ist. Es wird vermutlich so kommen, dass wir mit der neuen Krippengruppe bis dahin in die alte Schule in Walle gehen.
Im vergangenen Jahr haben wir sehr viel investiert, um unsere Gebäude zu sanieren, darüber wollte ich Ihnen berichten, darum die nachfolgende Aufstellung. Folgende Ausgaben hatten wir 2011 für Unterhaltung und Investitionen in unseren Anlagen bzw. wollen wir in diesem Jahr dafür ausgeben:
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2011 |
2012 |
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Sportgemeinschaftshaus Lagesbüttel |
20.700 € |
11.600 € |
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Sportheim Rothemühle |
200 € |
12.100 € |
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Sportheim Walle |
21.300 € |
53.100 € |
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Mehrzweckhalle Rothemühle |
38.000 € |
20.900 € |
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Bürgerhaus Groß Schwülper |
9.500 € |
12.000 € |
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Okerhalle |
26.700 € |
18.000 € |
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Alte Schule Walle (ohne Krippeneinrichtung) |
3.500 € |
19.000 € |
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Kindergarten Groß Schwülper |
11.300 € |
22.000 € |
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Kindergarten Lagesbüttel |
35.200 € |
36.000 € |
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Kindergarten Rothemühle |
6.500 € |
19.400 € |
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Kindergarten Walle |
11.300 € |
10.600 € |
Das sind Aufwendungen in ungewohnter Höhe. Die Gebäude und ihre Einrichtungen hatten und haben es aber nötig und unsere Finanzlage ist im Moment so, dass wir uns das leisten können.
Für Straßenunterhaltung haben wir im vergangenen Jahr 64.000 € ausgegeben und im diesjährigen Haushalt stehen 110.000 € zur Verfügung. Die Straßenbeleuchtung hat uns 2011 in Unterhaltung und Investitionen 116.000 € gekostet, darin enthalten ist die neue Beleuchtung in der Schunterstraße in Walle. Für 2012 sind 41.000 € für die Straßenbeleuchtung angesetzt.
Sie haben es sicher in der Zeitung gelesen: Unsere teure Schrankenanlage auf der Ackerstraße in Hülperode ist mutwillig zerstört worden. Wir müssen uns nun etwas anderes ausdenken, um dort eine Teilsperrung zu erreichen. Unser Problem ist, dass wir die Durchfahrt für LKW verhindern sollen, dass aber PKW-Fahrer darauf bestehen, dort durchfahren zu können, was aber wiederum die Anlieger am Ackerweg in Klein Schwülper stört. Sie merken, das ist ein schwieriges Problem. Wir werden darüber nachdenken.
Ein anderes Problem ist nun aufgekommen: Wir haben versuchsweise in einem Baugebiet Schwellen eingebaut, weil zu schnell gefahren wird. Nun erfahren wir heftigste Kritik nach dem Motto: Warum da und nicht bei uns. Ich werde demnächst eingehend darüber berichten, für heute nur soviel: Der Bauausschuss hat die genannte Maßnahme als Versuch unternommen. Die Frage ist, ob Schwellen die gewünschte Wirkung haben. Mit unseren stark motorisierten Autos braucht man nur wenige Meter, um wieder auf Geschwindigkeit zu kommen. Das heißt, Menschen müssen bereit sein, die Sicherheitsbedürfnisse ihrer Mitmenschen zu respektieren. Wenn das nicht der Fall ist, dann nützen auch Schwellen nichts. Übrigens, Schwellen sind immer an der falschen Stelle eingebaut. Das entnehme ich jedenfalls den Beschwerden, die das Gemeindebüro erreichen. Wir werden uns weiter damit beschäftigen.
Herzliche Grüße
Uwe-Peter Lestin
Bürgermeister


