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Hätten Sie es gewusst?
Hilfe zur Waldbrandbekämpfung in Serbien – Einsatzkräfte aus der Gemeinde Schwülper im Einsatz
Manchmal sind es Menschen aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft, die sich ganz selbstverständlich in Ereignisse einbringen, die weit über unsere Gemeindegrenzen hinausgehen.
Einer dieser Menschen ist Markus Meier. Gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften war er im August 2026 insgesamt elf Tage im Rahmen eines internationalen Waldbrandeinsatzes in Serbien.
Aus dem Papenteich gehörten insgesamt acht Kameraden zur Einheit – vier aus Meine, zwei aus Rötgesbüttel und zwei aus Groß Schwülper. Für Groß Schwülper war Markus Meier dabei.
Markus hat mir nach seiner Rückkehr von seinem Einsatz berichtet. Einen kurzen Einblick möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.
Der Einsatz
Am 22. August gegen 5:15 Uhr erhielt Markus die telefonische Alarmierung. Das Einsatzziel war Serbien, in der Nähe von Belgrad, wo mehrere Tausend Hektar Wald brannten.
Über das EU-Katastrophenschutzsystem hatte Serbien Unterstützung aus der Europäischen Union angefordert. Deutschland entsandte daraufhin eine Einheit aus Nordrhein-Westfalen mit Unterstützung aus Niedersachsen.
Aus Niedersachsen waren acht Einsatzkräfte mit zwei Löschfahrzeugen dem Modul zugeordnet. Gemeinsam mit den Kameraden aus dem Papenteich ging es zunächst nach Gifhorn und anschließend über Celle und Regensburg weiter nach Budapest. Von dort führte die Reise zum rund 70 Kilometer östlich von Belgrad gelegenen Einsatzgebiet.
Vor Ort wurde zunächst ein komplettes Zeltdorf aufgebaut – mit Umkleide- und Duschzelten, Küche sowie Besprechungs- und Schlafzelten.
Anschließend begann der eigentliche Einsatz.
Die Aufgaben bestanden vor allem darin, das Feuer zu kontrollieren, aufkommende Flammen zu löschen und bereits betroffene Bereiche so zu bearbeiten, dass ein erneutes Aufflammen verhindert wurde.
Dafür wurden unter anderem Löschrucksäcke und Handwerkzeuge eingesetzt. Bei größeren Flammen und Flächen kamen 3.000-Liter-Wassertanks und D-Schläuche zum Einsatz.
Eine weitere wichtige Aufgabe bestand darin, geeignete Stellen für Löschmaßnahmen aus der Luft zu identifizieren und zu markieren. Hubschrauber und Flugzeuge verschiedener Nationen konnten diese Bereiche anschließend gezielt mit Wasser bekämpfen.
Die Einsatzkräfte arbeiteten in zwei Teams, sodass sowohl eine Tag- als auch eine Nachtschicht eingerichtet werden konnte und das Einsatzgebiet rund um die Uhr überwacht wurde.
Markus war in der Tagschicht eingesetzt. Seine Arbeitstage begannen teilweise bereits um 6 Uhr morgens und endeten erst zwischen 21 und 22 Uhr. Danach musste geduscht, gegessen und die Fahrzeuge für den nächsten Einsatztag vorbereitet werden. Gegen Mitternacht ging es meist ins Bett – und um 4:30 Uhr klingelte bereits wieder der Wecker.
Der Einsatz war nicht nur wegen des Schlafmangels und Temperaturen von über 30 Grad anspruchsvoll. Auch Vegetation und Gelände stellten Mensch und Technik vor große Herausforderungen.
Am 30. August begann die Rückreise. Am Abend des 1. September traf die Einheit wieder in Celle ein.
Insgesamt dauerte der Einsatz für Markus elf Tage, davon war die Einheit sechs Tage unmittelbar in Serbien im Einsatz.
Lieber Markus, vielen Dank, dass Du uns so detailliert an Deinem Einsatz hast teilhaben lassen. Dein Bericht zeigt eindrucksvoll, wie wichtig das Engagement unserer Feuerwehrkameradinnen und -kameraden ist – und auch, welche Erfahrungen aus solchen internationalen Einsätzen für zukünftige Herausforderungen mitgenommen werden können.
Herzliche Grüße
Ihre Bürgermeisterin
Brigitte Brinkmann
Aufgrund technischer Probleme konnten die restlichen Berichte leider nicht hochgeladen werden. Wir berichten hierzu in der nächsten Ausgabe.
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